Testfahrt: Dodge Journey CRD

Der Dodge Journey sollte eigentlich ein riesiger Verkaufsschlager sein, nicht nur in seinen heimatlichen und vereinigten Staaten. Dort werden große und klobige Geländewagen auch gerne etwas misverstanden und ihr Kauf mit Eigenschaften wie Sicherheit und Laderaum verteidigt.

Miep, verkehrt. Sollte Ihr Allrad-Spielzeug gelegentlich etwas Dreck zwischen das Profil seiner Reifen bekommen, sei Ihnen natürlich vergeben. Gut gemacht. Aber wenn der glänzende Riese nur Stoßzeit-Verkehr und Tiefgaragen erobert, warum haben Sie ihn gekauft?

Ja er ist groß, und ja (in den meisten Fällen) werden Sie vorteilhaft davonkommen wenn Metall auf Metall trifft. Aber vergessen wir nicht das alte Sprichwort – Verhütung ist besser als Genesung. Große, schwere Geländewagen werden eher ein Unglück zeugen als ein PKW oder Kombi.

Aber es macht doch zu viel Spaß mit etwas zu viel Gewicht durch’s Dorf zu brausen, und das haben die Jungs bei Dodge schon längst bemerkt. Der Journey ist nicht ein langweiliger Mini-bus, aber auch kein sinnloses Allrad-Monster.

Tauschen Sie ruhig Ihren durstigen und toplastischen SUV für einen Journey ein, und Sie werden nicht einmal Entzugserscheinungen bekommen. Es ist ein ziemlich korpulenter Brocken, minus den wackeligen Schwerpunkt und die unnötigen Allrad-teile. Das Konzept ist eigentlich fabelhaft, aber niemand außer die Dodge Leute weiß es. Und ich, natürlich.

Kein Witz – wenn Sie das “sichere” Gefühl eines Geländewagens mögen, wird der Dodge Journey Sie nicht enttäuschen. Man sitzt höher als in gewöhnlichen Autos, und genießt die großzügigen Platz- und Komfort-maße eines SUV. Und jeder, der dem Wagen begegnet, ist überrascht daß der Dicke keinen Allradantrieb besitzt: “Wirklich? Aber er ist so groß…”

Hierzulande ist der Dodge Journey mit zwei Motoren erhältlich; einem 2.7 Liter V6 Benziner, und einem 2 Liter Reihen-vierzylinder Turbodiesel. Der 136kW (185PS) V6 beschleunigt zwei Modelle, den luxuriösen SXT und den etwas sportlicheren RT. Der 2.0 CRD Turbodiesel ist nur mit dem RT Paket zu haben.

Letztes Jahr hatte ich den 2.7 Liter SXT Journey getestet, und mich schnell in seinen V6 verliebt. Seine relativ kleinen Zylinder müssen sich schon anstrengen, um das Schwergewicht Journey zu bewegen, aber das gibt Ihnen nur eine schlechte Entschuldigung den lautstarken und heiseren V6 etwas zu foltern. Wie Sie sich bestimmt vorstellen können, hilft das nicht umbedingt seinem Benzinverbrauch.

Folglich war ich ziemlich neugierig um den 2.0 CRD mit seinen überragenden Drehkraft- und Verbrauchsangaben zu testen. Der Turbodiesel hat ein bemerkenswertes Turbo-loch kurz nach dem Leerlauf, doch wenn die Turbine sich erstmal ins Zeugs legt bietet Sie Ihnen gewaltige Dreh- und Zugkraft.

Der 103kW (140PS) 2 Liter Motor ist, ungewohnt für einen Diesel, sehr drehfreudig und entfaltet seine Kraft sauber und geschmeidig bis 4 500 U/Min. Die maximalen Newtonmeter melden sich bei angenehm niedrigen 1 750 U/Min zum Dienst, und zusammen mit dem Getrag Doppelkupplungsgetriebe bedeutet das eine entspannte und kraftvolle Bewegungsart.

Die Straßenlage und Federung des Journey sind auch vorzüglich; es ist kein stein-harter Sportwagen, aber auch keine halb-trunkene 4×4 Schaukel. Das Fahrwerk konzentriert sich mehr auf Komfort und der Wagen legt sich schon etwas in die Kurven, doch mit den beträchtigen Reifen wird er weiter kommen als man erwartet bevor das elektronische Sicherheit-geschwarder seine Erscheinung macht.

Dieser Wagen flattert seine Augenwimpern bestimmt in die Richtung junger (und oder großer) Familien, welches die 5+2 Sitzausstattung verrät. Dodge hat einige Bauteile von Chrysler und Jeep ausgeliehen, die Instrumente erinnern an die alten Dodge Minivans, und manche Elemente des Innenraums sind eher akzeptabel als beeindruckend.

Ich fand sofort Gefallen an den zwei-farbenen Ledersitzen, die sich in alle möglichen Richtungen falten, oder gegebenfalls auch komplett verschwinden können. Erwachsene werden auf den zwei hintersten Sitzen schnell Meckern, aber diese Möbel bieten genügend Freiheit und Komfort für Kinder.

Die möglichen Sitzverstellungen und der anpassbare Laderaum sind fantastisch. Der Journey hat ein vielseitiges Interieur, und die harten Plastikoberflächen werden bei Eltern von Kleinkindern bestimmt willkommen sein. Ja, manche sehen etwas preiswert aber auch enorm langlebig aus. Ich kenne nicht viele Neuwagen, die keine Angst vor Crayola oder Marmelade haben.

Riesige Knöpfe und Bedienelemente aus dem Chrysler/Jeep/Dodge Einkaufswagen vollenden eine unkomplierte Kabine; mit Ausnahme des Journey’s 6 CD/DVD/Navi/Bluetooth Infinity Wunderwerk. Das doppel-schacht Gerät hat dutzende Knöpfe und Funktionen, und jeder neue Besitzer sollte die Anlage erstmal gründlich erforschen bevor Sie auf Reisen gehen.

Die Klang Qualität von Radio, CD, DVD, ipod oder anderen Musikspielern ist ausgezeichnet. Mutti oder Vaddern werden bestimmt den Lautsterke Knopf misbrauchen auf dem Weg zurück von der Schule. Sie werden N$287 900 für den basischen V6 Journey bezahlen müssen, oder bis zu N$394 900 für das CRD RT Model. Und am besten ist es, daß Sie den klobigen und sinnlosen Allradwagen nicht vermissen werden.

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