Testfahrt: Peugeot RCZ

Das erstaunliche Coupé

Ich liebe Coupés. Diese Liebe führte dazu, daß ich mir neulichs sogar ein Coupé gekauft habe, obwohl es nicht das Fahrzeug auf dieser Seite ist. Die Schokoladenseite von nur zwei Türen und beinahe nutzlosen Hintersitzen ist daß ein Zweitürer zweifellos hübscher als jede Familienkutsche ist.

Ein paar Hersteller werben mit viertürigen Coupés aber ich betrachte das als Bauernfängerei; das einzig ware viertürer Coupé an das ich denken kann ist der Mazda RX-8. Ein richtiger Zweitürer bevorteilt immer die vorderen Passagiere wenn es zu Platz und Bequemlichkeit kommt.

Der Peugeot RCZ folgt sorgfältig diesen Vorschriften mit seinem engen Fond, der dem Wagen seinen besten Verkaufsgag schenkt: die Doppelkuppel. Der Versuch um hinteren Fahrgästen mehr Kopfraum zu schenken hat zwei wunderschöne Blasen in Dach und der hinteren Scheibe produziert.

Diese dominieren das gesammte Aussehen des Autos und locken mehr Blicke auf sich als die polierten Metall Fensterrahmen, Türknicke, abstehende Kotflogel, glitzernden Scheinwerfer, geschwollene Peugeot Nase, ausfahrbarer Heckspoiler und die auffallenden 19-Zoll Leichtmetallräder.

Der RCZ ist eines dieser Autos, die viel besser als auf (digitalem) Papier aussehen; die einzigen Kritiken, die sein sauberes und fließendes Design einstecken mußte, ist daß der Neue etwas wie normal sterbliche Peugeots aussieht und von manchen Winkeln mit einem Audi TT verwechselt werden kann.

Ich stimme mit der letzten Aussage nicht überein aber verstehe was die Kritiker meinen; vor allem die drei-viertel hintere Ansicht hat einen Hauch von Tee-Tee. Bevor ich mich ins Innere des Wagen begebe, sollten wir schnell das hiesige Peugeot RCZ Angebot betrachten.

Das französische Coupé ist erhältlich in zwei Versionen: ein 115kW (156PS) 240Nm sechs-Gang Automatik und ein 147kW (200PS) 275Nm mit sechs-Gang Schaltgetriebe. Ausstattung ist beinahe identisch und der eifrige Handschalter hat etwas stärkere Federung und Bremsen.

Preise sind N$362 104 für den 115kW Automatik und N$376 335 für den 147kW mit Handschaltung; und so wird Ihre Wahl genau durch die Mitte getrennt. Ein milder und fauler Selbstschalter zum Angeben, oder ein lebendiger Flitzer mit Kupplung und garantiertem Grinsen.

Leistungsdaten für den letztgenannten sind 0-100km/h in 7.5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 237km/h. Der durchschnittliche Benzinverbrauch von 6.9L/100km aus einem 55L Tank ist 3L unter unserem Resultat; und obwohl man mit vorsichtigem Fahren sich bestimmt der Ziffer nähern könnte, ist es eine absolute Verschwendung von RCZ.

Der Peugeot kann ein ruhiger und einigermaßen gemütlicher Genosse sein aber bevorzugt und belohnt etwas groberen Umgung. Der 159g CO2/km “twin-scroll” Turbo eins-punkt-sechs erreicht die gleichen Leistungswerte (und Geräusche) wie Volkswagen’s voriger Golf GTi.

Das Getriebe schaltet sich wunderbar kurz und knackig, Steuer und Aluminiumpedalen sind gut belastet und geben sehr gute Rückmeldung. Mit 235/40/19 Gummi weit auf allen Ecken wird die sehr präzise Straßenlage sich erst auf unzählige Elektrohilfen verlassen wenn Ihre Geschwindigkeit oder Dummheit akzeptierte Maßstäbe übertrifft.

Sollten Sie sich in einer brenzligen Situation vorfinden, eilen Ihnen sechs Airbags, ABS Bremsen mit Notassistenz und elektronischer Druckverteilung, eine vollständige Sammlung von Stabilitätskontrollen und eine Fußgänger-freundliche Motorhaube zur Hilfe.

Hohe Geschwindigkeiten und harte Verzögerungen bekommen mehr Stabilität durch den zwei-Phasen Spoiler auf dem Kofferraumdeckel. Der Spoiler lässt sich auch aus dem Cockpit betätigen und ich versuchte mit dem Gerät zwei hübschen Mädels im Wagen hinter mir zu “Winken”, bekam aber nicht die gewünschte Reaktion.

Die RCZ Kabine sollte keine Neuigkeit für moderne Peugeot Besitzer sein, obwohl diese mit viel Leder und feinen Stichen überzogen ist. Das weiche Leder entpuppte sich später als Kunststoff, das aber manchen echten Kuhmänteln überlegen ist.

Es gibt auch ein sportliches RCZ Steuerrad, weiß-auf-schwarz Instrumente mit modernen Ziffern und roten Nadeln, und einen roten LCD Info-display. Sein größerer Zwilling sitzt zentral oben im Armaturenbrett und informiert über Klang, Radio, CD, Datum, Temperatur und andere Fakten.

Darunter befinden sich zwei Chrom-umringte Lüftungsschächte mit einer unheimlich coolen Uhr in ihrer Mitte. Darauf folgt Peugeot’s gewohntes Radio/CD/USB Gerät und die einfach zu bedienende Klimaanlage, alles gerahmt in glitzernd-schwarzem Klavierlack mit zwei Ablegefächern.

Die elektrisch verstellbaren, drei-Speicher und erhitzbaren Vordersitze bieten guten Halt und Komfort, der Fahrer sitzt tief und weit zurück aber ein verstellbares Steuerrad und der Audio/Telefon Stengel halbieren die Reichwerte zum schrägen Tastenträger. Die hinteren Sitzlehnen falten vorwärts um dem flachen und kleinen Kofferraum zu erweitern.

Die RCZ Ausstattung beinhaltet auch automatisches Xenon Kurvenlicht, automatische Scheibenwischer, Zentralverriegelung, Alarm, elektrische Fenster und (faltbare) Außenspiegel, Parksensoren, ISOFIX, Reifendruckmesser, Bluetooth, Tempomat, Geschwindigkeitsbegrenzer und ein gekühltes Handschuhfach.

Jeder Peugeot RCZ wird mit 3 Jahre 100 000km Garantie und 5 Jahre 100 000km Wartungsplan verkauft, daß irgendwelche Unruhe über Peugeot Südafrika’s Wartungs- und Dienst-Ruf verringern sollte.

Der RCZ ist hübscher, aufregender und angenehmer als man ihn erwartet hätte. Er ist etwas unpraktisch und bietet kein besonderes Preis Leistungsverhältnis. Mit anderen Worten, ein perfektes Coupé.

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