Vorstellung: Toyota Aygo

Frisch, wild, verrückt

Na, na, na. Was haben wir denn hier? Toyota Südafrika hat uns letzte Woche zur verrückten Vorstellung des Aygo eingeladen. Obwohl es das kleine Stufenheck-modell schon Jahre lang in den europäischen Preislisten gibt, möchte der ulkige Toyota mit seinem kleinen Preis gerne Ihre Bekanntschaft machen.

Reporter waren sehr neugierig warum Toyota den billigen Stadtflitzer erst jetzt ins Land bringt, denn der Wagen ist schon fünf Jahre alt, hat schon eine Modellpflege bekommen, und wird in knapp zwei Jahren von einem neuen Modell ersetzt.

Toyota behauptet, daß es ein purer Geschäftsentschluß war; ein steil aufsteigender A-Segment Markt (kleine Stadtautos) gab ihnen endlich das grüne Licht um den Aygo örtlich anzubieten. Der Winzling wird in einer Czechischen Fabrik gebaut, die auch den Citroen C1 und Peugeot 107 auf der selben Platform herstellt.

Die größte Konkurenz des Toyotas sind natürlich die obengenannten Franzosen, aber auch der Chevy Spark, Suzuki Alto und Hyundai i10. Der Aygo versucht seine Rivalen zu übertreffen mit besserer Ausstattung, modernem Marketing und frechen Preisen; Aygo Fresh kostet N$109,900 und der besser-bestückte Aygo Wild kostet N$120,100.

Beide Auto sind 3.4m lang, weniger als 1.5m hoch, 1.6 breit und verstecken einen langen Radabstand mit kurzen Überhängen vorne und hinten. Somit besitzt der Aygo eine standfeste Straßenlage und unwarscheinlich gute Eigenschaften im Parkhaus. Ein 1-Liter Dreizylinder schiebt 50kW (68PS) oder 93Nm durch ein fünf-Gang Schaltgetriebe an die Vorderräder.

Unsere kurze Testfahrt bestand aus einem guten Gemisch von Autobahn und Stadtverkehr wo sich der Aygo als ein handliches und lautes Gefährt entpuppte. Leistung ist dem kleinen Dreizylinder nicht wichtig, aber er brummt heiser und energisch durch die hoch-übersetzten Gänge.

Straßenlage und Bremsvermögen sind überraschend gut für einen Schuhkarton auf Streichhölzern, und die Federung ist sehr gemütlich. Die Vordersitze sind nicht höhenverstellbar und bieten wenig Seitenhalt; lange Fahrgäste in der ersten Reihe vernichten den hinteren Beinplatz, aber das war zu erwarten.

Die Sicht aus der Kabine ist gut und die hintere Scheibe markiert das unmittelbare Ende des Wagens, somit lässt sich der Aygo kinderleicht einparken. Seine Innereien bestehen aus harten (aber modernen) Plastikoberflächen, verspielt beleuchteter Gebläsebedienung, viel nacktem Blech in Wagenfarbe, und einem großen Geschwindigkeitsmesser auf der Steuerstange.

Die hinteren Seitenfenster klappen nur wenig nach aussen (wie im alten Käfer) und der Kofferraum hinter der kleinen Glasscheibe ist lächerlich. Dann wiederum handelt es sich hier um einen kleinen Stadtflitzer und Sie könnten, wie wir es machten, die Hintersitze auch als Kofferraum benutzen.

Bei unserem Endziel wurden wir eingeladen um die beste Zeit im Aygo Slalom zu erreichen oder uns im 1.8-Liter Turbo-Mittelmotor “Aygo Crazy” (“ich werd’ verrückt”) chauffeuren zu lassen. Alle Anwesenden durften auch, ey, so heiße Töne hören und, weißt Du, auf ‘ner Achterbahn fahren oder, hey, so voll fette videos auf youtube checken oder Twitter besuchen.

Einige (graue) Augenbrauen fuhren zwar hoch, aber Toyota ist überzeugt, daß ihre größte Zielgruppe die Generation Y ist – sofortige (und hoffentlich freie) Technologie und Verbindung. Der Hersteller lockt die Jugend mit Aussehen, Preis, Stil und einem Versprechen von Selbstständigkeit. Ach ja, und ‘ner super-coolen website www.aygoeverywhere.co.za

Ein billigerer Dreitürer wird später im Jahr erwartet und benutzt auch den vierfachen “Motor des Jahres”, der einen Durchschnitt von nur 4.6L/100km braucht und nur 105g CO2 pro km produziert. Somit brauchen sich zukünftige Aygo Besitzer nicht über unsere CO2 Steuer kümmern.

Der kleine Toyota hat auch respektable vier Sterne im EuroNCAP Crashtest erziehlt, warscheinlich wegen seiner soliden Konstruktion und den zwei Airbags (vier in der “Wild” Ausführung). Weitere Sicherheit kommt von ABS Bremsen mit Bremsassistent und elektronischer Druckverteilung.

Aygo besitzt auch Klimaanlage, Alarm, Wegfahrsperre, Microdot Markierungen, ein Radio/CD Gerät mit AUX Schnittstelle, ein volles Ersatzrad, verstellbares Steuerrad und elektrische Vorderfenster. Dazu kommt noch ein vier Jahre / 60 000km Dienstplan.

Etwas Individualisierung kommt aus dem Zubehör-Katalog des Aygo, der örtliche Gegenstände wie ipod Schnittstelle, Bluetooth Verbindung, wilde Innenverkleidung, schräge Aufkleber, Nebelleuchten und sonstige schnelle Sachen bietet.

Preise

[April 2011]

Aygo Fresh N$109,900
Aygo Wild N$120,100

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